Geschichte

Freiwillige Feuerwehr Wolfsegg am Hausruck

WIE ALLES BEGANN …

Aus einer Urkunde der Stadtgemeinde Schwanenstadt, datiert vom 12. Oktober 1814 geht hervor, dass anlässlich eines verheerenden Brandes in Schwanenstadt eine „dem Feuergeize begegnende Mannschaft“ aus dem Marktgericht Wolfsegg zu Hilfe eilte.

 

Am 01.April 1864 brannten in Wolfsegg die Häuser am Marktplatz fast zur Gänze nieder. Dies dürfte in den folgenden Jahren der Anlass zur Gründung einer organisierten Löschmannschaft gewesen sein.

Um die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft zu verbessern, gründeten im Jahre 1877 der Schulleiter Antengruber, der Seilermeister Stephan Uher, der Fleischermeister Franz Kölblinger, Gastwirt Hüttl und Alois Lintner einen Feuerwehrverein.

 

Während der Amtszeit von Obmann Rieder wurde durch die Tatkraft des Herrn Dr. Petershofer 1898 der Kaiser-Jubiläums-Marktbrunnen errichtet. Zur weiteren Verbesserung der Wasserverhältnisse wurden im folgenden Jahr das Wasserbassin vor dem ehemaligen Gemeindehaus erbaut, und zwar aus den Mitteln der Vereins-Mannschaftskasse.

 

1912 wurde die Zeugstätte verbessert und der Schlauchturm gebaut.

1930 wurde der Löschzug Friesam gegründet und eine neue Motorspritze angeschafft.

Im Jahr 1934 wurde das erste motorisierte Fahrzeug angekauft.

 

 

 

1939 brach der 2. Weltkrieg aus, die Feuerwehren wurden neu organisiert und an die Polizei angeschlossen. Es war keine leichte Zeit, in der Karl Kronlachner (ab 1940) die Wehrführerstelle übernehmen und die Einsatzbereitschaft sichern musste.

1946 bekam der Löschzug Schlaugenham eine Motorspritze.

Das Feuerwehr-Leistungsabzeichen wurde geschaffen,

1952 nahmen erstmals zwei Gruppen aus Wolfsegg beim Landesleistungsbewerb in Gmunden teil.

Nachdem das alte, aus Wehrmachtsbeständen stammende Fahrzeug die Einsatzbereitschaft nicht mehr gewährleistete, wurde im Jahre 1957 ein neues Rüstfahrzeug angekauft. In die Amtszeit unseres Ehrenkommandanten Josef Kratzer fiel u.a. die Neugestaltung eines Feuerwehrhauses im ehemaligen Gemeindehaus im Jahre 1965. Die Kameraden der Feuerwehr leisteten 1440 Robotstunden, zusätzlich wurden von der Bauernschaft 83 Traktorstunden freiwillig geleistet.  

An Ausrüstungsgegenständen wurden 1966 der VW-Mannschaftswagen und das Schlauch-Trocknungsgerät, 1968 drei Handsprechfunkgeräte, 1969 drei Geräte für den schweren Atemschutz und 1970 eine neue Tragkraftspritze vom Typ VW-Automatik angekauft und in den Dienst der Feuerwehr gestellt.

 

Unter Kommandant Johann Kinberger wurden zur weiteren Steigerung der Einsatzbereitschaft im Jahr 1976 ein Tanklöschfahrzeug Steyr-Trupp 2000, Funkgeräte und weitere Ausrüstungsgegenstände angeschafft. In diese Zeit fiel auch die Aufnahme mehrerer Jugendlicher in die Feuerwehr, eine Jugendgruppe wurde gegründet.

Zur Finanzierung des TLF sowie anderer Ausrüstungsgegenstände wurden über Jahre hindurch die „Wolfsegger Festtage“ sowie regelmäßige Sammlungen von Altpapier, Alttextilien, Alteisen etc. durchgeführt. Unsere Feuerwehr hat damals schon den Umweltschutzgedanken hochgehalten.

Die Bewerbstätigkeit wurde forciert, erstmals erwarb 1982 eine Gruppe das bayrische Leistungsabzeichen in Bronze in Grubweg bei Passau.

Von 1983 bis 1993 wurde die Feuerwehr Wolfsegg a.H. von Kommandant Gerhard Bartel geführt.

Als erstes erfolgte unter Kommandant Bartel der Austausch von allen B und C- Hanfschläuchen auf PVC-Gewebeschläuche in den Fahrzeugen. Das Ausrüsten alle 42 aktiven Kammeraden mit Helm, Hackengurt, Europaanzug und gelben Sicherheitsstiefeln, Atemschutzträger mit Lederstiefeln und rote Schutzjacken und für jeden der 42 42 Aktiven Feuerwehr Männer ein Schrank für die Einsatzbekleidung im Feuerwehr Haus. Die Jugendgruppe wurde mit neuen Anzügen ausgestattet.

Ankauf von Handfunkgeräte 11m Band, einer neue Tragkraftspritze von der Fa. Gugg Braunau, einem gebrauchten VW-Bus von der Feuerwehr Wels für den Löschzug Schlaugenham später als KDo Fahrzeug eingesetzt, 3 t. Hubzug, Motorsäge, Hydraulisches Bergegerät mit Schere und Spreizer, ein 8 kVA Notstromaggregat und Heumesssonde durchgeführt. Ein Schulungsraum wurde errichtet und so konnte eine jährliche Blutspendeaktion im FW Haus mit bis zu 120 Teilnehmer durchgeführt werden.

Im Jahr 1983 wurde als Ersatz für den in die Jahre gekommenen „Opel-Blitz“ ein Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (LFB) vom Typ Mercedes 508 angekauft.

 

1986, zum ersten Mal im Bezirk Vöcklabruck wurden über 200 Bewerbsgruppen zu einen Abschnittsbewerb gemeldet.

Erfolgreich war auch das Antreten um das Bayrische Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold.
Bezirkssieger bei den OÖ Leistungsabzeichen 1996: Leistungsabzeichen Gold Bartel Gerhard Funkleistungsabzeichen Silber Berger Manfred

 

Beim Landesbewerb 1988 in Micheldorf erreichte die Bewerbsgruppe unter dem Gruppenkommandanten Franz Grabner einen 1.Rang in Bronze.

 

1989 begann man unter Kommandant Gerhard Bartel mit den Planungen für ein neues Feuerwehrhaus.
Nach Besichtigungen von sechs möglichen Standorten wurde der Umkehrplatz im Graben und das Gemeindegrundstück als Platz für den Bau eines neuen FW Haus ausgewählt. 1991 erfolgte die Einreichung des Bauplans, ein Grundsatzbeschluß zum Bau eines neunen Feuerwehr Hauses wurde von der Gemeinde gefasst.
1992 wurde bei einer Vorsprache Gemeindevertretung mit Kdt. Bartel, bei Landeshauptmann Stellv. Karl Grüner in der Landesregierung in Linz, mit einer Bedarfszuweisung von 4 Millionen Schilling, Bedarfszuweisung zum Bau des FW Hauses, Kostenvoranschlag 6,6 Millionen Schilling.

 1993 wurde unter Kommandant Franz Grabner zum Kommandant gewählt und hat im selben Jahr mit dem Neubau begonnen. Er wurde 1996 fertig gestellt und seiner Bestimmung übergeben. Die Kameraden der Feuerwehr leisteten beim Bau 5 400 freiwillige Arbeitsstunden. Die Feuerwehr hat zusätzlich wesentliche Finanzmittel zur Bausumme von 7,4 Mio. Schilling beigesteuert.

 

Der Winter 1995 – 96 brach mit voller Wucht über den Ort herein. Langanhaltender Raureif führte zu schwersten Schäden in den Wäldern. Die Feuerwehr musste in unzähligen Einsätzen umgestürzte Bäume von den Straßen entfernen, sowie Bäume sichern, die auf Wohnhäuser zu stürzen drohten.

1996 wurde zum zweiten Mal der Abschnittsbewerb von der FF-Wolfsegg ausgerichtet und der neue Kommandobus Renault Traffic eingeweiht.

 

2002 wurde das TLF-A 2000 der Firma Lohr-Magirus in den Dienst gestellt und eingeweiht.

2006 wurde das neue LFB-A2 von der Firma Lohr-Magirus zur Feuerwehr Wolfsegg überstellt.

 

Im Jubiläumsjahr 130 Jahre FF-Wolfsegg (2007)  wurde das LFB A2 eingeweiht und zu dieser Zeit zählte unsere Feuerwehr 57 Aktive, 15 Reservisten und 11 Jungfeuerwehrmänner.

 

 

 

 

 

 

Unter Kommandant Traunwieser Helmut wurde 2012 ein neues Kommandofahrzeug gekauft, um die Schlagkraft im Katastrophenschutz zu erweiterten wurde 2016 ein neues KLFA-Logistik angeschafft

2018 ist im Zuge des Feuerwehr Festes das neue KLFA-Logistik eingeweiht worden, an diesen Wochenende wurde auch der 1 Bezirks-Flutlichtnasslöschbewerb im Bezirk Vöcklabruck abgehalten. Im Laufe des Jahres wurde die Filmproduktion "Raub der Proserpina" mit Johannes Deutsch durch die Feuerwehr Wolfsegg und der Firma Rosenbauer unterstützt.

Im Jahr 2019 wählte die Feuerwehr Wolfsegg Kunesch Anton zum neuen Feuerwehr Kommandanten. Unter dem neu gewählten Kommandanten wurde daraufhin erstmals ein Gefahreninterventionsplan für die Gemeinde Wolfsegg erstellt.

Nach jahrelangen Warten wurde 2020 mit dem Bau der neuen Garage begonnen, die Kammeraden der Feuerwehr leisteten 5000 Stunden Eigenleistung.

 

Während der Bauzeit rüstete sich die Feuerwehr mit einen neuen 100 kVA Notstromaggregat aus, zeitgleich wurde auch ein Einsatz-Zentrum für die Stabsarbeit im Katastrophenfall.

 

2021 zählt die Feuerwehr eine Stärke von 91 Mann davon sind 69 Aktive, 13 Reserve, 9 Jugendfeuerwehrmänner.

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